Ein Manuskript ist ein zur Einreichung vorbereitetes, noch unveröffentlichtes Forschungsdokument.
Das Wort bezeichnet eine Phase, kein Format. Dasselbe Dokument ist Manuskript, solange Sie es schreiben und einreichen, und wird zum Artikel, sobald eine Zeitschrift es annimmt und publiziert. Zu wissen, wo ein Dokument in diesem Lebenszyklus steht, sagt Ihnen, welche Regeln gelten und was Sie noch ändern dürfen.

Manuskript, Paper, Preprint, Artikel
Im Gespräch werden diese Wörter locker verwendet, in Redaktionssystemen präzise. Die relevanten Unterschiede:
| Begriff | Phase | Begutachtet | Zitierbar |
|---|---|---|---|
| Entwurf | in Arbeit | nein | nein |
| Manuskript | eingereicht oder in Begutachtung | noch nicht oder laufend | nein |
| Preprint | vor Begutachtung veröffentlicht | nein | ja, mit DOI |
| Artikel | angenommen und publiziert | ja | ja |
„Paper" ist der informelle Sammelbegriff und kann all das meinen. Wenn Zeitschrift, Förderer oder Betreuung von einem Manuskript sprechen, meinen sie die Fassung, die die Begutachtung noch nicht abgeschlossen hat.
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Werkzeug erkundenÜbliche Abschnitte
Die meisten empirischen Manuskripte folgen der IMRaD-Struktur, ergänzt um das, was Zeitschriften vorn und hinten verlangen:
- Titel und Kolumnentitel
- Autorinnen, Autoren und Affiliationen
- Abstract und Schlagwörter
- Einleitung — was bekannt ist, welche Lücke bleibt, was Sie taten
- Methodik — detailliert genug zur Reproduktion
- Ergebnisse — Befunde ohne Deutung
- Diskussion — Deutung, Grenzen, Folgen
- Literaturverzeichnis
- Abbildungen und Tabellen mit Legenden
- Zusatzmaterial

Was nach der Einreichung passiert
Den Ablauf zu kennen macht das Warten weniger undurchsichtig:
- Redaktionelle Prüfung. Die Redaktion prüft Themenpassung und Formalia. Ablehnungen sind hier häufig und meist schnell.
- Begutachtung. Gutachtende bewerten Validität und Beitrag. Das ist die langsame Phase.
- Entscheidung. Annahme, kleine Revision, große Revision oder Ablehnung. Revision ist der Normalfall, kein schlechtes Zeichen.
- Überarbeitung und Wiedereinreichung. Sie antworten Punkt für Punkt auf jede Anmerkung.
- Annahme und Produktion. Lektorat, Satz, Fahnen. Aus dem Manuskript wird ein Artikel.
Solange ein Manuskript bei einer Zeitschrift in Begutachtung ist, dürfen Sie es nicht gleichzeitig anderswo einreichen. Mehrfacheinreichung gilt bei praktisch allen seriösen Verlagen als Fehlverhalten.

Abbildungen für ein Manuskript vorbereiten
Abbildungen verursachen einen überproportionalen Anteil der Produktionsverzögerungen, weil die Anforderungen konkret sind und maschinell geprüft werden:
- Auflösung. Häufig 300 dpi für Halbtöne und 600 bis 1200 dpi für Strichzeichnungen. Prüfen Sie die Zeitschrift.
- Format. Vektorformate wie EPS oder PDF für Strichzeichnungen, TIFF oder PNG für Bilder. Viele Verlage lehnen nur in Word eingebettete Abbildungen ab.
- Schriften. Eingebettet oder in Pfade umgewandelt, damit sich beim Satz nichts verschiebt.
- Farbmodus. Manche Druckabläufe verlangen weiterhin CMYK.
- Beschriftungen. Lesbar in der finalen Spaltenbreite, nicht nur auf Ihrem Bildschirm.
Abbildungen von Anfang an in Einreichungsqualität anzulegen erspart den Neubau unter Revisionsdruck.

Tipp
Bewahren Sie zu jeder Abbildung eine bearbeitbare Quelldatei auf, nicht nur das exportierte Bild. Gutachtende verlangen routinemäßig einen geänderten Achsenbereich, ein zusätzliches Signifikanzzeichen oder umsortierte Paneele — ein flachgerechnetes Bild neu zu bauen dauert deutlich länger, als das Original zu bearbeiten.
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Weiterführende Lektüre: Abbildungen in eine Forschungsarbeit einfügen, KI-Abbildungen in Journals: Richtlinien-Leitfaden 2026.



